6:9-Pleite in Helfendorf: Chance auf Befreiungsschlag im Abstiegskampf vertan

Der TTV Vilshofen hat in der Tischtennis-Landesliga Süd/Ost die Chance auf einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf vertan: Auswärts beim mitaufgestiegenen SV Helfendorf unterlagen die Vilsstädter knapp mit 6:9. Damit rutscht die Mannschaft um Thomas Wiener auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Am kommenden Samstag muss dem TTV gegen das Tabellenschlusslicht aus Landshut nun ein Sieg gelingen, um den Anschluss ans untere Tabellenmittelfeld halten zu können.

TTV-Spielertrainer Radek Drozda

TTV-Spielertrainer Radek Drozda

Im Auswärtsmatch beim SV Helfendorf legten die Vilshofener erneut einen Fehlstart in den Eingangsdoppeln hin: Winkler/Bauer stand gegen Lechner/Lange auf verlorenem Posten und auch Vilshofens Spitzenformation Drozda/Stöger musste sich im fünften Durchgang Gazdag/Vilsmeier geschlagen geben. Lediglich das an Position drei gesetzte Doppel Valka/Wiener konnte einen Viersatzsieg gegen Floth/Maier für sich verbuchen. Der TTV lag damit mit 1:2 in Rückstand.

In der ersten Einzelrunde hatte Adrian Winkler gegen Helfendorfs Top-Akteur Zsolt Gazdag nichts zu bestellen und unterlag folgerichtig klar mit 0:3. Besser machte es dagegen TTV-Spielertrainer Radek Drozda, der sich mit 3:1 gegen Quirin Lechner durchsetzte. In der Mitte waren die Gäste aus Niederbayern an diesem Tag nicht gerade vom Glück verfolgt: Lucas Stöger lag gegen Sebastian Floth rasch mit 2:0 in Front, konnte die folgenden beiden Durchgänge allerdings nicht für sich entscheiden. In einem dramatischen Entscheidungssatz unterlag der junge Vilshofener am Ende unglücklich mit 10:12. Ganz ähnlich lief die Partie zwischen Jan Valka und Christoph Lange: Vilshofens Nummer drei wandelte den anfänglichen 0:1-Satzrückstand in eine 2:1-Führung um, musste jedoch anschließend den 2:2-Ausgleich hinnehmen. Im spannenden fünften Durchgang unterlag Valka ebenso wie sein Teamkollege Stöger zuvor hauchdünn mit 10:12. Der letztjährige niederbayerische Vizemeister lag damit vor den letzten beiden Einzeln der ersten Runde bereits mit 2:5 zurück. An diesem Drei-Punkte-Rückstand sollte sich zunächst auch nichts ändern: Auf die 1:3-Niederlage von Philipp Bauer gegen Max Vilsmeier folgte ein souveräner 3:0-Erfolg von Thomas Wiener gegen Korbinian Maier.

Trotz des deutlichen Rückstandes steckte der TTV auch in der zweiten Runde nicht auf und versuchte, doch noch etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Den Anfang machte Radek Drozda, der sich in souveräner Art und Weise gegen Zsolt Gazdag durchsetzte. Auf die 1:3-Pleite von Adrian Winkler gegen Quirin Lechner folgte ein Viersatzsieg von Jan Valka gegen Sebastian Floth. Beim Stand von 5:7 fand Lucas Stöger gegen Christoph Lange allerdings zu keiner Zeit ins Spiel und unterlag klar in drei Sätzen. Vilshofens Thomas Wiener stand damit bereits vor Beginn seiner Partie gegen Max Vilsmeier unter Zugzwang, unbedingt gewinnen zu müssen, um seiner Mannschaft wenigstens die Option auf ein 8:8-Unentschieden offenzuhalten. Vilshofenes Materialspieler hielt dem Druck stand und lies bei seinem deutlichen 3:0-Erfolg zu keiner Zeit einen Zweifel an seiner Überlegenheit. Doch auch dieser Hoffnungsschimmer für den TTV sollte an diesem Abend nicht lange anhalten: Philipp Bauer konnte gegen Korbinian Maier zwar den ersten Satz gewinnen, doch die folgenden drei Durchgänge gingen an Helfensdorf Nummer sechs, die damit Vilshofens 6:9-Niederlage endgültig besiegelte. Wie hart umkämpft diese Partie war, macht allein ein Blick auf das Satzverhältnis deutlich: Lediglich drei Sätze mehr konnten die Hausherren aus Oberbayern für sich entscheiden. Es scheint, als fehlte den Vilsstädtern in ihrer derzeit ohnehin misslichen Lage obendrein das nötige Quäntchen Glück in den entscheidenden Momenten.

Der TTV bleibt damit in seiner ersten Landesliga-Saison auswärts weiterhin ohne jeden Punktgewinn und hat die Chance, sich im Abstiegskampf etwas Luft zu verschaffen, vorerst vertan. Einen Spieltag vor der Winterpause belegen die Niederbayern mit 4:12 Punkten den vorletzten Tabellenplatz. Unmittelbar vor den Vilshofenern rangiert der SV Helfendorf mit nun 4:10 Punkten sowie der FC Teisbach mit 6:6 Zählern. Die Plätze des unteren Mittelfeldes sind für den TTV also nach wie vor in Reichweite. Die rote Laterne hat derzeit die DJK SB Landshut II mit 2:10 Punkten inne. Gegen die Bezirkshauptstädter, die am kommenden Samstag auf dem Schweiklberg gastieren, muss der TTV nun unbedingt gewinnen, um den Anschluss an die ligaerhaltenden Tabellenplätze nicht zu verlieren. „Nach der unglücklichen Niederlage in Helfendorf ist das Heimspiel gegen Schlusslicht Landshut nun definitiv das erste Endspiel der Saison. Wenn wir in der Rückrunde weiter eine realistische Chance auf den Klassenerhalt haben wollen, müssen wir diese Partie für uns entscheiden“, macht 2. TTV-Vorstand Stephan Katzbichler die Situation des Liganeulings klar.

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