Dank 8:8-Remis in Landshut: TTV übernimmt erstmals Bayernliga-Tabellenführug

Der TTV Vilshofen hat den perfekten Rückrundenstart in der Verbandsoberliga (ehemals Bayernliga) knapp verpasst: Im Niederbayernderby bei der DJK SB Landshut kamen die Vilsstädter nicht über ein 8:8-Unentschieden hinaus. Gegen den heimstarken Tabellensiebten lieferte sich die Mannschaft um Spielertrainer Damir Atikovic lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe. Vorübergehend übernimmt der TTV (15:5 Punkte) dank des Punktgewinns allerdings die Tabellenführung von der DJK Bad Höhenstadt (14:4 Punkte), die am vergangenen Wochenende noch spielfrei hatte.

Übernimmt mit seinem Team dank des 8:8-Unentschiedens die Tabellenführung

Bereits nach den Eingangsdoppeln lagen die Gäste aus Vilshofen mit 1:2 zurück: Zwar konnten Pytlik/Cizek gegen Synkule/Schibalsky mit 3:1 gewinnen, doch sowohl Atikovic/Winkler (1:3 gegen Carstens/Pfannenstein) als auch Mittel/Zisler (2:3 gegen Betz/Messmann) unterlagen ihren Kontrahenten.

Diesen Rückstand egalisierten die Vilshofener aber anschließend postwendend. Im ersten Einzel des Abends bezwang Jiri Cizek David Carstens in vier Sätzen und auch Martin Pytlik machte bei seinem 3:0-Sieg gegen Thomas Synkule kurzen Prozess. Eine starke Vorstellung lieferte anschließend auch Joel Mittel. Der amtierende niederbayerische Meister feierte gegen Mario Pfannenstein einen fein herausgespielten Viersatzsieg. Vilshofens Spielertrainer Damir Atikovic lag gegen Markus Betz derweil am Nebentisch schnell mit 2:0 in Führung, konnte diesen Vorsprung allerdings nicht ins Ziel bringen und unterlag letztlich im Entscheidungssatz. Beim Stand von 4:3 aus Sicht der Vilshofener gingen anschließend auch beide Partien des hinteren Paarkreuzes an die Gastgeber: Adrian Winkler blieb gegen Florian Messmann ein Satzgewinn verwehrt und auch Raffael Zisler konnte gegen Moritz Schibalsky keinen Satz für sich verbuchen. Nach dem ersten Einzeldurchgang lagen die Hausherren damit mit 5:4 in Führung.

Im Duell der beiden an Nummer eins gesetzten Spieler zwischen Martin Pytlik und Carstens David ließ Vilshofens ehemaliger Zweitligaspieler dann aber sein ganzes Können aufblitzen und siegte klar mit 3:0. Weniger Fortune hatte dagegen Jiri Cizek, gegen Thomas Synkule. Gegen den ehemaligen Regionalligaspieler hielt Vilshofens Nummer zwei zwar in den ersten drei Sätzen gut mit, konnte die 1:3-Niederlage aber letztlich nicht abwenden. Besser machte es dagegen Damir Atikovic gegen Mario Pfannenstein. Gegen Landshuts Nummer drei feierte der Olympiateilnehmer von 1996 einen klaren Dreisatzsieg. Mit der 1:3-Niederlage von Joel Mittel gegen Markus Betz und der damit verbundenen 7:6-Führung der Landshuter stand jedoch fest, dass die Gäste aus der Vilsstadt definitiv im Schlussdoppel antreten werden müssen, um beim Tabellensiebten etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen – ein Sieg in den verbleibenden beiden Einzelpartien vorausgesetzt. Während Adrian Winkler klar mit 0:3 gegen Moritz Schibalsky unterlag, fuhr Raffael Zisler mit seinem klaren Dreisatzerfolg gegen Florian Messmann den so wichtigen siebten Punkt für seine Mannschaft ein. Beim Stand von 7:8 aus Sicht der Gäste musste im Schlussdoppel zwischen Pytlik/Cizek und Carstens/Pfannenstein dann unbedingt ein Sieg her, um einen Fehlstart in die Rückrunde abwenden und zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen zu können. Doch Vilshofens Spitzenkombination zeigte sich davon unbeeindruckt und siegte souverän in drei Durchgängen zum 8:8-Endstand.

„Wir wussten, dass das hier bei heimstarken Landshutern eine schwere Aufgabe werden würde. Natürlich hätten wir im Fernduell mit Bad Höhenstadt um die Meisterschaft gerne mit einem Sieg vorgelegt, doch am Ende geht die Punkteteilung hier heute völlig in Ordnung“, so TTV-Pressesprecher Stephan Katzbichler nach dem Spiel. Zumindest bis zum nächsten Wochenende, wenn die Bad Höhenstädter einen schweren Doppelspieltag in Oberbayern zu bestreiten haben und die Vilsstädter spielfrei haben, darf seine Mannschaft die Tabellenführung übernehmen. In knapp zwei Wochen empfangen die Vilshofener dann den SV DJK Kolbermoor auf dem Schweiklberg. Der Tabellensechste aus dem Alpenvorland konnte in der Winterpause den koreanischen Spitzenmann Kyuhyun Lim verpflichten und wird den ambitionierten Vilsstädtern wie schon im Hinspiel alles abverlangen.

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