Heim-Derby am Sonntag: TTV bittet die DJK Bad Höhenstadt zum “ewigen Duell”

Eine volle Halle, begeisternden Tischtennissport und zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die sich sicherlich ein packendes Match liefern werden – all das verspricht das Derby zwischen dem gastgebenden TTV Vilshofen und der DJK Bad Höhenstadt am kommenden Sonntagnachmittag ab 14 Uhr in der Turnhalle der Realschule Schweiklberg. Seit Jahren liefern sich beide Teams regelmäßig spannende Duelle, doch die Partie am kommenden Sonntag ist nicht nur ein Nachbarschaftsduell, sondern zugleich das absolute Spitzenspiel der Verbandsoberliga Süd.

Will mit dem TTV auch gegen Bad Höhenstadt bestehen: Jiri Cizek

Mit dem TTV (3. Platz, 14:10 Punkte) und der DJK (2. Platz, 14:8 Punkte) treffen zwei absolute Top-Teams der höchsten Spielklasse des Bayerischen Tischtennisverbandes aufeinander.

Für die Gastgeber aus Vilshofen verlief der vergangene Spieltag, an welchem die Niederbayern in Schwaben gleich doppelt gefordert waren, nicht ganz so wie erhofft. Beim bis dahin sieglosen Tabellenletzten TSV Königsbrunn kamen die Schweiklberger mit 5:9 ordentlich unter die Räder und mussten am eigenen Leibe schmerzlich erfahren, dass in dieser Saison in dieser ausgeglichen besetzten Liga tatsächlich jeder gegen jeden gewinnen kann. In der unmittelbar folgenden Partie beim Rangvorletzten SpVgg Westheim kam die Mannschaft von Kapitän Thomas Wiener aber immerhin zu einem Punktgewinn und musste die Heimreise so nicht mit gänzlich leeren Händen antreten. Überhaupt sind die Vilsstädter mit dem bisherigen Saisonverlauf absolut zufrieden. Als Aufsteiger mit dem Ziel „Klassenerhalt“ in die Liga gestartet, belegt der TTV um seinen Ausnahmespieler Martin Pytlik einen überragenden dritten Tabellenplatz und ist drauf und dran, das Ticket für eine neuerliche Saison in der höchsten Spielklasse des bayerischen Verbandes vorzeitig zu lösen.

Ob es am Ende überraschenderweise sogar für einen der vorderen Ränge reichen wird, darüber wird auch am kommenden Sonntag im Derby der beiden Tabellennachbarn entschieden. Wie schon vor einem Jahr, als der TTV die Scholz-Schützlinge im Spitzenspiel der Landesliga – beide Vereine sind anschließend aufgestiegen – zu Hause vor weit über 100 Zuschauern mit 9:4 in die Schranken wies, lieferten sich beide Mannschaften auch im Hinspiel dieser Saison einen packenden Schlagabtausch, bei dem es lange danach aussah, als könnten die ersatzgeschwächten Vilshofener die Fürstenzeller Halle mit einem Sieg verlassen. Doch trotz der zwischenzeitlichen 5:8-Führung der Gäste und bester Gelegenheiten, beide Punkte mitzunehmen, stand am Ende ein leistungsgerechtes 8:8-Unentschieden. Auch dieses Mal deutet vieles darauf hin, dass die Partie einen ähnlich knappen Verlauf nehmen könnte wie bereits die vielen Duelle zuvor. So zeigt ein Blick in die Statistik, dass am Sonntagnachmittag die bisher mit Abstand beste Heimmannschaft die bis dato beste Auswärtsmannschaft der Liga empfängt. Die Voraussetzungen für einen heißen Tanz zwischen dem bisher zu Hause verlustpunktfrei agierenden TTV Vilshofen und der auswärts noch ungeschlagenen DJK Bad Höhenstadt könnten also besser nicht sein.

TTV-Kapitän Thomas Wiener

Ein spannendes Spiel mit sehenswerten Ballwechseln versprechen nicht zuletzt die Aufgebote beider Teams. Im vorderen Paarkreuz servieren Martin Pytlik und Jiri Cizek den beiden Ungarn der Gäste Gergo Timafalvi und Richard Kovacs. Nachdem alle vier genannten Akteure zu den absoluten Top-Spielern der Liga zählen, sind ausgeglichene Partien vorprogrammiert.  Auch im mittleren Paarkreuz tut man sich schwer, einen klaren Favoriten auszumachen: Die beiden Vilshofener Radek Drozda und Raffael Zisler werden es voraussichtlich mit DJK-Winterneuzugang Viktor Ferencz (zuvor Bad Aibling) und Joel Mittel zu tun bekommen. Allerdings hätten die Rottaler mit Kristof Freisinberger einen weiteren ungarischen Spitzenakteur in der Hinterhand, der kurzfristig ins Aufgebot rücken könnte und die Favoritenrolle natürlich zugunsten der Gäste verschieben würde. Komplettiert wird Vilshofens Aufgebot von Kapitän Thomas Wiener und dem erst 17-jährigen Talent Johannes Dünnbier, der in der Vorrunde noch für die Bad Höhenstädter auf Punktejagd ging und in der Winterpause an die Vils wechselte. Den beiden TTVlern wird die DJK mit Sandro Scholz und dem 66-jährigen „Altmeister“ und Ex-Vizeeuropameister Josef Dvoracék ein mindestens ebenbürtiges Aufgebot gegenüberstellen. Auch ein Blick auf die Doppelstatistik der beiden Teams lässt letztlich keinen klaren Schluss darauf zu, wer als Favorit in das Nachbarschaftsderby gehen wird. Wie so oft wird es neben der Unterstützung der Zuschauer auch stark von der Tagesform abhängen, ob dieses Mal der TTV Vilshofen oder die DJK Bad Höhenstadt die Nase am Ende vorne haben wird – oder ob sich beide Kontrahenten erneut Unentschieden trennen.

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