Der Tischtennisverein Vilshofen e.V. bietet nicht nur Sport für alle Altersklassen an, sondern versucht auch im Rahmen einer intensiven Jugendarbeit unseren Kindern und Jugendlichen den Blick über den Tellerrand hinaus zu ermöglichen und Werte zu vermitteln. So ist es dem Verein ein großes Anliegen, sich auch abseits der Tischtennishalle für andere Menschen, welche nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, sozial zu engagieren. Besonders stolz ist der Verein dabei auf die 1993, 1994 und 1996 durchgeführten Hilfstransporte nach Rumänien. In den kommenden Jahren möchte der Verein wieder verstärkt an diese Tradition des sozialen Engagements anknüpfen.

DKMS-Typisierungsaktion 2013

Aufgrund verschiedener Schicksale im ostbayerischen Raum in den vergangenen Jahren ist es dem Verein ein besonderes Anliegen, die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) tatkräftig zu unterstützen. Alle 16 Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Mit der Registrierung als Stammzellspender bei der DKMS kann jeder als potentieller „genetischer Zwilling“ eines Patienten entdeckt werden und ihm so die Chance auf ein neues Leben schenken. Seit Gründung der DKMS im Jahr 1991 konnte so bereits knapp 40.000 Patienten die Chance auf ein gesundes Leben geschenkt werden.

DKMS

Der TTV Vilshofen hat in Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank Vilshofener Land und unter der Schirmherrschaft des 2. Bürgermeisters Christian Gödel eine Typisierungsaktion am Samstag, den 7. Dezember 2013 von 11 – 15 Uhr im Vereinsheim in Schweiklberg veranstaltet. Insgesamt 63 Personen ließen sich dabei in die Datei der DKMS aufnehmen und kommen somit ab sofort als potentielle Lebensretter in Frage. Bis Ende 2014 ist es dem Verein zusammen mit der Raiffeisenbank gelungen, die der DKMS bei dieser Typisierungsaktion entstandenen Kosten vollständig aufzubringen. An dieser Stelle geht daher ein herzliches “Vergelt’s Gott” an alle, die sich auf unterschiedlichste Weise am Kampf gegen Blutkrebs beteiligt haben und weiterhin beteiligen werden. Der Tischtennisverein Vilshofen engagiert sich durch das DKMS-Logo am Trikotkragen sowie auf deinen Aufwärmtrikots ebenfalls weiterhin im Kampf gegen den Blutkrebs.

“One Game. One World”: Integration durch Tischtennis

Seit dem Jahr 2015 sind 48 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Haus Pax in Schweiklberg untergebracht. Der Tischtennisverein Vilshofen, dessen Heimat seit 25 Jahren ebenfalls das Kloster Schweiklberg ist, hat nun im Rahmen der DTTB-Kampagne „One Game. One World.“ eine Kooperation mit der von der Caritas betriebenen Einrichtung ins Leben gerufen und ermöglicht allen Bewohnern die Teilnahme an sämtlichen Veranstaltungen und Trainingstagen.

Vereinsmitglieder und Bewohner des Haus Pax, eingerahmt von Stadträtin Katrin Knollmüller (r.) sowie den beiden Vereinsvorständen Georg Schmöller (3.v.r.) und Stephan Kazbichler (l.)

Vereinsmitglieder und Bewohner des Haus Pax, eingerahmt von Stadträtin Katrin Knollmüller (r.) sowie den beiden Vereinsvorständen Georg Schmöller (3.v.r.) und Stephan Kazbichler (l.)

Für den Tischtennisverein Vilshofen ist dieses Engagement eine Selbstverständlichkeit: „Wir waren und sind uns seit unserer Gründung stets der sozialen Verantwortung bewusst, die wir als Verein gegenüber der Gesellschaft haben“, so der 1. Vorstand Georg Schmöller. Für die Bewohner des Haus Pax ist die Möglichkeit zur Teilnahme am Tischtennistraining eine willkommene Abwechslung vom Alltag. Für den Tischtennisverein bietet diese dagegen die Chance, neue Mitglieder für den Tischtennissport begeistern zu können. So sollen in der neuen, im September beginnenden Spielzeit die Talentiertesten bereits in den Spielbetrieb integriert werden und für den TTV Vilshofen Woche für Woche auf Punktejagd gehen. Für beide Seiten bedeutet die Kooperation daher eine „Win-Win-Situation“.

Der TTV Vilshofen ist mit diesem integrativen Engagement einer der ersten Vereine, der sich deutschlandweit an der Kampagne „One Game. One World.“ des Deutschen Tischtennisbundes beteiligt. Diese zielt darauf ab, in den gut 9.500 Tischtennisvereinen in Deutschland eine Art „Willkommenskultur“ zu etablieren und so die Integration der Jugendlichen aus unterschiedlichen Herkunftsländern in die Vereine zu ermöglichen. „Wir freuen uns, dass unser Angebot bisher so gut angenommen wird. Wir möchten jedem die Chance geben, Tischtennis zu spielen – am besten natürlich bei uns im Verein“, so der 2. Vorstand Stephan Katzbichler und ergänzt: „Auf diese Weise können wir als Verein einen kleinen Beitrag zur Integration leisten.“