TTV nach 9:2-Sieg in Deggendorf Vizemeister – der Bayernliga-Traum lebt

Der TTV Vilshofen hat das Spitzenspiel der Landesliga Süd/Ost gegen den drittplatzierten TSV Deggendorf überraschend deutlich für sich entscheiden können. In der Donaustadt hieß es am Ende 9:2 für den Tabellenzweiten aus Vilshofen, der sich mit diesem Erfolg am letzten Spieltag wie schon in der Vorsaison die Vizemeisterschaft sicherte und nun in der Relegation am kommenden Wochenende darum kämpft, den Aufstieg in die Verbandsoberliga (ehemals Bayernliga) realisieren zu können.

Zweimal im Einzel, einmal im Doppel erfolgreich: TTV-Spielertrainer Radek Drozda

Im Spiel gegen den Tabellendritten stellten die Vilsstädter abermals unter Beweis, dass sie in den Doppeln in dieser Saison nur sehr schwer zu bezwingen sind. Die Kombination Drozda/Stöger musste im vierten Satz zwar gleich mehrere Matchbälle von Sulc/Maag abwehren, konnte sich im entscheidenden fünften Durchgang jedoch hauchdünn mit 14:12 durchsetzen. Weiterhin ungeschlagen ist Vilshofens Spitzendoppel Cizek/Zisler, das auch in Deggendorf gegen Shustsenka/Neudecker Fabian einen relativ ungefährdeten 3:1-Sieg einfuhr. Deutlich enger ging es dagegen zwischen Valka/Wiener und Neudecker Helmut/Schnelldorfer zu. Das Doppel der Heimmannschaft war in der Rückrunde noch ungeschlagen, doch die beiden Vilshofener durchbrachen diese Serie und siegten knapp mit 3:2. Das Ziel der Mannschaft von Kapitän Thomas Wiener, nach den Eingangsdoppeln in Führung zu liegen, ging an diesem Abend voll auf.

In der ersten Einzelpartie des Tages standen sich dann mit Radek Drozda und dem Deggendorfer Jiri Sulc zwei Spieler gegenüber, die im vorderen Paarkreuz zu den absoluten Top-Akteuren zu zählen sind. Ließ die Nummer eins der Gastgeber dem Spielertrainer der Vilshofener in der Vorrunde nicht den Hauch einer Chance, merkte man Drozda förmlich an, sich für diese Niederlage revanchieren zu wollen. In einem sehenswerten Spiel setzte sich der Vilsstädter am Ende verdient in vier Sätzen durch. Im Parallelspiel kam Jiri Cizek gegen Egor Shustsenka, den der TSV erst zwei Wochen zuvor verpflichtete, zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg. Im mittleren Paarkreuz entwickelte sich anschließend ein spannendes Match zwischen Lucas Stöger und Helmut Neudecker. Trotz einer überzeugenden Leistung und einer 2:1-Führung konnte sich der junge Vilshofener am Ende nicht durchsetzen und unterlag knapp mit 2:3. Einen schweren Stand hatte auch Raffael Zisler, der sich wie schon in der Vorrunde gegen Christian Maag mit 1:3 geschlagen geben musste. Als beim Stand von 5:2 aus Sicht der Gäste die Hausherren wieder ihre Chance witterten, war der von zahlreichen mitgereisten Fans angetriebene TTV eiskalt zur Stelle: Thomas Wiener fertigte Erwin Schnelldorfer in drei Sätzen ab und auch Jan Valka drehte gegen Fabian Neudecker noch einen 0:2-Rückstand und siegte schließlich knapp mit 3:2. Damit war der alte Fünf-Punkte-Vorsprung wiederhergestellt und der Tabellenzweite drauf und dran, diesen Platz gegen den Rangdritten zu verteidigen.

Im Vergleich der beiden an eins gesetzten Spieler zwischen Jiri Cizek und Jiri Sulc zeigte der seit dieser Saison im Trikot des TTV aktive Angriffsspieler erneut sein ganzes Können. Mit einer beeindruckenden Leistung sicherte sich der Spitzenspieler der Gäste den Sieg in vier Sätzen. Beim Stand von 8:2 war es dann Radek Drozda, der zum Jubel des TTV-Anhangs mit seinem 3:0-Sieg gegen Egor Shustsenka nach knapp dreistündiger Spielzeit den siegbringenden neunten Punkt einfuhr.

Der TTV Vilshofen hat sich mit diesem klaren 9:2-Sieg erfolgreich für die 4:9-Hinspielniederlage gegen den TSV Deggendorf revanchiert und ist nun zum zweiten Mal in Folge Vizemeister der Landesliga Süd/Ost. Mit 15 Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen (31:5 Punkte) landet der TTV in der Abschlusstabelle hinter der DJK Bad Höhenstadt (34:4 Punkte) am Ende doch deutlich vor dem Rangdritten aus Deggendorf (28:8 Punkte).

Für die Vilshofener geht die Saison nun in die Verlängerung: Bereits am kommenden Sonntag steht das entscheidende Relegationsturnier beim Bayernliga-Abstiegsreleganten TSV Schwabhausen II auf dem Programm. Der Sieger dieses Turniers, an dem mit dem TSV Königsbrunn auch der Vizemeister der Landesliga Süd/West teilnimmt und das im Modus Jeder-gegen-Jeden ausgetragen wird, hat in der kommenden Spielzeit einen Startplatz in der Verbandsoberliga (ehemals Bayernliga) sicher. „Wir sind am kommenden Wochenende zwar sicher nicht der Top-Favorit, aber wenn wir eine ähnlich starke Leistung abrufen können wie in Deggendorf, ist mit uns auf jeden Fall zu rechnen. Unser Bayernliga-Traum lebt“, gibt sich Vilshofens Kapitän Thomas Wiener gewohnt kämpferisch.

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