TTV vor Rückrundenstart in Landshut: „So lange wie möglich oben mitspielen“

Rückrundenauftakt für den TTV Vilshofen in der Tischtennis-Verbandsoberliga Süd: Am kommenden Samstag (18:30 Uhr) gastiert der Tabellenzweite (14:4 Punkte) zum Niederbayern-Derby bei der DJK SB Landshut. Die Bezirkshauptstädter belegen derzeit zwar nur Rang sieben (7:11 Punkte), waren in der Vorrunde für die Vilsstädter bei deren knappen 9:7-Heimerfolg allerdings eine ganz harte Nuss. Nichtsdestotrotz wollen die Schweiklberger mit einem Auswärtssieg in die zweite Saisonhälfte starten und im Fernduell um die Meisterschaft mit der DJK Bad Höhenstadt (14:4 Punkte) vorlegen.

Will mit seinem Team gut in die Rückrunde starten: Joel Mittel

Bei aller sportlicher Rivalität und allem sportlichen Ehrgeiz, begann das neue Jahr für die Landshuter wie für die gesamte ostbayerische Tischtennis-Szene mit der Nachricht vom plötzlichen Tod Thomasz Plewinskis mit einem Schock. Der Pole, der seit 1992 für die DJK spielte und für die 1. Mannschaft sogar noch im Dezember an der Platte stand, verstarb völlig überraschend im Alter von nur 47 Jahren. Plewinski war lange Jahre für die Bezirkshauptstädter in der Ober- und Bayernliga aktiv und auch bei seinen Gegnern als fairer Sportsmann allseits beliebt und geschätzt.

Auch wenn es diese tragische Nachricht für die Landshuter sehr schwierig macht, sich im nun wiederbeginnenden Ligaalltag zurechtzufinden, muss die DJK versuchen, in der Rückrunde die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Mit 7:11 Punkten sind die Landshuter derzeit nur ein Pünktchen vom Abstiegsrelegationsplatz, den derzeit die DJK SB Regensburg (6:12 Punkte) belegt, entfernt. Dass der Tabellensiebte aber durchaus über eine spielstarke Mannschaft verfügt, zeigte sich nicht zuletzt bei der knappen 7:9-Niederlage in Vilshofen im November. Mit David Carstens und Thomas Synulke stehen zwei Akteure im Aufgebot des vorderen Paarkreuzes, die an guten Tagen jedem Gegner gefährlich werden können. Mit Mario Pfannenstein und Markus Betz schlagen in der Mitte außerdem zwei Spieler auf, die sich in der Vorrundenpartie in Vilshofen eine ausgeglichene 2:2-Bilanz erspielen konnten. An Position fünf und sechs komplettieren voraussichtlich Florian Messmann und Michael Ruhland das Aufgebot der Landshuter – auch diese beiden Akteure konnten sich in der Vorrundenpartie immerhin eine 2:2-Bilanz im hinteren Paarkreuz erkämpfen.

Gewarnt sind die Vilshofener vor der Stärke des Gastgebers also allemal. Im Vergleich zur Vorrunde geht der Tabellenzweite mit zwei Veränderungen in die Rückserie. Neben Spitzenmann Martin Pytlik rückt Jiri Cizek von Position drei auf zwei vor und schlägt damit wie schon in der letzten Spielzeit wieder im Spitzenpaarkreuz auf. An Position drei aufschlagen wird dagegen nun Spielertrainer Damir Atikovic. Der Chefanweiser der Vilshofener, der in der Vorrunde durch einen Rippenbruch lange Zeit gehandicapt war, hofft an seine letztjährige Form, als der kroatische Ex-Olympionike noch in Diensten des SV Victoria Preußen zu den besten Spielern der Hessenliga zählte, anknüpfen zu können. An Position vier tritt wie schon in der Vorrunde Joel Mittel an die Platte. Der 20-jährige niederbayerische Meister konnte in der Winterpause wertvolle Erfahrungen bei den Bayerischen Meisterschaften sammeln und möchte seine aufsteigende Formkurve auch mit in den Ligaalltag nehmen. Während der TTV an Position fünf wie schon in der Hinserie auf Raffael Zisler setzt, komplettiert Adrian Winkler nun das Team auf Position sechs. Der 25-jährige überzeugte mit einer Bilanz von 7:3 Einzeln bereits bei seinen sechs Einsätzen für die 1. Mannschaft in der Vorrunde und wird nun anstelle von Thomas Wiener das Aufgebot komplettieren.

„Wir wollen natürlich so lange wie möglich um die ersten beiden Plätze mitspielen und möglichst gut in die Rückrunde starten, am besten natürlich mit einem Derby-Sieg zum Auftakt“, so TTV-Pressesprecher Stephan Katzbichler. Angesichts der knappen Spielergebnisse der Vilshofener in der Vorrunde – gleich fünf Partien gingen über die volle Distanz und endeten 9:7 bzw. 7:9 – ist eine Prognose für die zweite Saisonhälfte freilich schwierig, zumal sich in der Winterpause mit dem TV 1862 Dillingen, dem SV DJK Kolbermoor sowie dem SB DJK Rosenheim gleich drei Ligakonkurrenten mit namenhaften Neuzugängen verstärken konnten.

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