Viertes Heimspiel, vierter Sieg: TTV wahrt Heimnimbus auch gegen Landshut (9:1)

Der Tischtennisverein Vilshofen hat sich in der Verbandsoberliga Süd eindrucksvoll zurückgemeldet: Überraschend deutlich mit 9:1 hat der TTV die Gäste von der DJK SB Landshut vor rund 70 Zuschauern abgefertigt und sich dadurch in der Tabelle deutlich von den Abstiegsrängen entfernt. Mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 7:7 Zählern liegen die Vilsstädter zwei Spieltage vor der Winterpause auf Rang sieben und verfügen mit drei Punkten über einen deutlichen Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz.

Sowohl im Einzel als auch im Doppel erfolgreich: Raffael Zisler (l., Im Doppel mit R. Drozda) und Jiri Cizek (r., im Doppel mit M. Pytlik)

Die Doppelschwäche der vergangenen Wochen bewegte den TTV dazu, seine bisherigen Kombinationen zu überdenken und neu zu formieren – mit Erfolg: Gleich alle drei Doppel konnten die Hausherren für sich entscheiden. Neben Pytlik/Cizek (3:0 gegen Plewinski/Schibalsky) und Drozda/Zisler (3:1 gegen Carstens/Betz) konnten auch Wiener/Stöger ihre Partie gegen Messmann/Pollack nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gewinnen. Während der TTV mit dieser ungewohnt deutlichen 3:0-Führung im Rücken anschließend in der ersten Einzelrunde regelrecht beflügelt aufspielte, schienen die Bezirkshauptstädter vermutlich aufgrund des am Vortag stattfindenden Lokalderbys gegen die DJK Altdorf zusehendes müde.

Im ersten Einzel des Tages zeigte der langjährige Zweitligaakteur Martin Pytlik abermals seine Klasse und fertigte Markus Betz klar in drei Sätzen ab. Am Nebentisch bestätigte Jiri Cizek seine seit Wochen anhaltende Top-Form auch gegen David Carstens (3:0). Im mittleren Paarkreuz konnte Radek Drozda anschließend zwar relativ klar mit 3:1 gegen Florian Messman gewinnen – doch die Partie war umkämpfter als der bloße Blick auf das Endergebnis vermuten lässt. Im zweiten Satz lieferten sich beide Akteure sehr zur Freude der Schweiklberger Zuschauer einen wahren Marathon-Satz, in dem sich keiner der beiden Spieler geschlagen geben wollte. In der Verlängerung des Durchgangs konnten sich sowohl Drozda als auch Messmann immer wieder Satzbälle erspielen, bevor dann am Ende schließlich doch der Vilshofener mit 29:27 (!) den Sack zumachen konnte. Einen überraschend klaren Sieg konnte anschließend Raffael Zisler einfahren: Gegen Tomasz Plewinski – bis dahin mit einer Bilanz von 10:1 bester Akteur des Mittelpaarkreuzes – fand der Vilsstädter auf Anhieb sehr gut ins Spiel und brachte der Nummer drei der Gäste in drei Sätzen dessen zweite Saisonniederlage bei. Beim Stand von 7:0 aus Sicht der Gastgeber war dann TTV-Kapitän Thomas Wiener zur Stelle und behielt in einer umkämpften Partie gegen Moritz Schibalsky am Ende doch mit 3:2 die Oberhand. Im letzten Einzel des ersten Durchgangs gelang den Gästen der Ehrenpunkt: TTV-Nachwuchstalent Lucas Stöger unterlag in drei hart umkämpften Sätzen am Ende mit 0:3 gegen Julien Pollack.

Die Chance, beim Stand von 8:1 die Partie mit einem Einzelsieg erfolgreich für sein Team zu beenden, nutzte TTV-Spitzenmann Martin Pytlik dann umgehend und ließ im Duell der an eins gesetzten Akteure David Carstens keine Chance (3:0). Der TTV siegte nach gut zweistündiger Spielzeit insgesamt auch in der Höhe verdient deutlich mit 9:1.

Mit diesem Heimerfolg – es ist der dritte im dritten Heimspiel – haben die Vilshofener den Heimnimbus auch gegen den Tabellennachbarn aus Landshut erfolgreich verteidigt. Der Blick auf die bisherigen Aufstellungen der Vilshofener offenbart zudem, dass der TTV immer dann, wenn er in Bestbesetzung antreten kann, am Ende auch als Sieger von der Platte ging – nämlich eben gerade in den bisher absolvierten Partien vor heimischem Publikum. Für die nun auf Tabellenrang sieben liegenden Vilsstädter (7:7-Punkte) war dieser Sieg auch hinsichtlich des am kommenden Wochenende stattfindenden Auswärtsspiels beim Rangdritten DJK SB Regensburg (10:4-Punkte) wichtig. Zwar wird die Mannschaft von Thomas Wiener einen wahren „Sahnetag“ erwischen müssen, um mit etwas Zählbarem aus der Oberpfalz zurückkehren zu können, doch nach dem jüngsten Sieg kann der TTV beim Titelaspiranten frei aufspielen.

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