Vizemeisterschaft: TTV macht Sensation perfekt – Jetzt Bayernliga-Relegation

Der TTV Vilshofen hat die Sensation in der Landesliga Süd/Ost und damit den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt gemacht: Mit einem ungefährdeten 9:2-Erfolg beim TSV Ottobrunn sicherte sich der Aufsteiger am letzten Spieltag die Vizemeisterschaft hinter dem DJK SB Rosenheim II. Zur Winterpause noch den Abstiegsrelegationsplatz einnehmend, setzten die Vilsstädter in der Rückrunde zu einer fulminanten Serie an und entschieden jede Partie für sich.

Starke Vorstellung am Wochenende: Thomas Wiener
Foto: heimatsport.de/Sigl

Nun darf sich die Mannschaft um Spitzenspieler Radek Drozda auf die Relegation zur Bayernliga freuen. Im ersten Entscheidungsspiel gegen den Vizemeister der Landesliga Süd/West Ende April genießt der TTV voraussichtlich Heimrecht.

In der Partie gegen den TSV Ottobrunn zeigten die Niederbayern von Beginn an, dieses Match und damit das Rennen um die Vizemeisterschaft unbedingt für sich entscheiden zu wollen. Im ersten Doppel des Nachmittags setzten sich Kolar/Ertürk im Entscheidungssatz gegen Krönung/Schremper durch. Ebenfalls die Oberhand behalten konnten Drozda/Stöger gegen Siekmann/Schuhmacher. Als dann auch Wiener/Valka gegen Ayoub/Speer in vier Sätzen gewinnen konnten, lagen die Gäste mit 3:0 in Führung.

Zu Beginn des ersten Einzeldurchgangs standen sich dann zunächst Vlastimil Kolar und Stefan Siekmann gegenüber. Vilshofens Winter-Neuzugang setzte sich dank einer starken Leistung klar in drei Sätzen durch. Als am Nebentisch auch Radek Drozda im Entscheidungssatz Paul-Jürgen Schuhmacher niederringen konnte, lag der TTV bereits mit 5:0 vorne. Im mittleren Paarkreuz wurden die Punkte anschließend jedoch geteilt: Während Jan Valka gegen Rafael Krönung chancenlos war, steuerte Thomas Wiener durch seinen 3:1-Sieg gegen Ayoub Oliver den nächsten Punkt für seine Mannschaft bei. Nachdem dann auch Lucas Stöger einen feinen Viersatzsieg gegen Andreas Schremper herausspielen konnte, war die Partie beim Stand von 7:1 so gut wie entschieden. Im letzten Match der ersten Runde konnte Ottobrunns Thomas Speer durch seinen 3:2-Erfolg gegen Ibrahim Ertürk allerdings den zweiten Zähler für die Gastgeber holen.

TTV-Spielertrainer Radek Drozda

Im zweiten Durchgang sorgte der TTV dann schnell für klare Verhältnisse: Radek Drozda drehte den anfänglichen 0:1-Rückstand gegen Stefan Siekmmann zu seinen Gunsten und kam zu einem letztlich ungefährdeten Viersatzerfolg. Den siegbringenden neunten Punkt für die Gäste erzielte dann Vlastimil Kolar durch sein 3:1 gegen Paul-Jürgen Schuhmacher.

Neuntes Spiel, neunter Sieg – so lautet die fulminante Rückrundenbilanz des TTV Vilshofen. Nach einer durchwachsenen Vorrunde konnte sich der Liganeuling in der zweiten Saisonhälfte von Spiel zu Spiel steigern und sich so Schritt für Schritt aus dem unteren Tabellendrittel in die Spitzengruppe emporkämpfen. Mit 24:12 Punkten ist dem Aufsteiger die Vizemeisterschaft hinter dem SB DJK Rosenheim II (26:8 Punkte) nicht mehr zu nehmen. Der Erfolg der Vilshofener ist neben der starken Doppelbilanz vor allem in der veränderten Aufstellung zur Rückrunde zu suchen: Mit dem in der Rückrunde ungeschlagenen Radek Drozda verfügt der TTV über den besten Spieler der Liga, mit dem an Position drei vorgerückten Thomas Wiener zudem über den herausragenden Akteur im mittleren Paarkreuz.

Die starken Leistungen der vergangenen Wochen gilt es nun für die anstehende Relegation zur Bayernliga zu konservieren. In der Aufstiegsrunde steht Ende April zunächst der Vergleich mit dem Vizemeister der Landesliga Süd/West auf dem Programm. Fest steht bereits, dass der Tabellenzweite der Süd/West-Staffel – die SpVgg Erdweg oder der TV 1861 Dillingen – nach Niederbayern reisen wird: Der TTV Vilshofen genießt im ersten Entscheidungsspiel Heimreicht und hofft nach dem größten Triumpf der Vereinsgeschichte bei diesem „Jahrhundertspielt“ auf die dementsprechende Unterstützung des Vilshofener Publikums, um eine Woche später endgültig um den Bayernligaaufstieg spielen zu dürfen.

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