Zwei Spiele, zwei Siege: TTV Vilshofen löst Ticket für neue Landesliga-Saison

Dem TTV Vilshofen sind in der Landesliga Süd/Ost zwei ganz wichtige Siege gelungen: Nachdem der Aufsteiger am Nachmittag mit 9:2 gegen den SV Helfendorf klar gewinnen konnte, siegte die Mannschaft um Spielertrainer Radek Drozda am Abend des Doppelspieltags mit 9:6 gegen den SC Baldham-Vaterstetten. In der Tabelle macht der TTV nach diesen beiden Spielen einen Riesenschritt nach vorne und belegt Platz zwei.

TTV-Kapitän Thomas Wiener

Als derzeitiger Tabellenzweiter hat sich der niederbayerische Liganeuling aller Abstiegssorgen entledigt. Auch wenn man rein rechnerisch noch auf den Abstiegsrelegationsplatz abrutschen könnte, dürfte der TTV das Ticket für eine weitere Saison in der Landesliga nun endgültig in der Tasche haben.

In der ersten Partie gegen den Tabellenvorletzten aus Helfendorf erwischten die Gastgeber wie schon in den vergangenen Partien abermals den besseren Start. In den Eröffnungsdoppeln setzten sich Drozda/Stöger zunächst mit 3:1 gegen Gazdag/Vilsmeier durch. Im Parallelspiel siegten Kolar/Ertürk im Entscheidungssatz gegen Lechner/Lange. Lediglich im Vergleich der an Position drei gesetzten Doppel hatten die Gäste aus dem Münchner Umland die Nase vorn: Wiener/Valka unterlagen gegen Maier/Jost knapp im fünften Durchgang.

Mit diesem 2:1-Vorsprung im Rücken legte der TTV in der ersten Einzelrunde konsequent nach. Radek Drozda zeigte gegen Quirin Lechner eine starke Leistung und siegte in vier Sätzen. Eine ebenso ansprechende Vorstellung lieferte Vlastimil Kolar am Nebentisch bei seinem glatten Dreisatzerfolg gegen Zslot Gazdag ab. Thomas Wiener ließ gegen Max Vilsmaier im mittleren Paarkreuz ebenfalls nichts anbrennen, so dass die Gastgeber zu diesem frühen Zeitpunkt der Partie bereits mit 5:1 in Führung lagen. Die nächste Partie sollte allerdings zugunsten der Gäste enden: Jan Valka fand gegen den starken Christoph Lange nicht richtig ins Spiel und unterlag mit 1:3. Doch dieser Punktgewinn sollte der letzte für den Tabellenvorletzten gewesen sein: Beim Stand von 5:2 holte Ibrahim Ertürk durch seinen knappen 3:2-Erfolg gegen Tim Jost den nächsten Zähler für seine Mannschaft. Als dann auch Lucas Stöger einen zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand gegen Korbinian Maier zu seinen Gunsten drehte, war die Partie praktisch bereits entschieden. Nachdem Radek Drozda gegen Zslog Gazdag einen souveränen Dreisatzsieg für sich verbuchen konnte, machte Vlastimil Kolar mit seinem knappen Erfolg im Entscheidungssatz gegen Quirin Lechner zum Jubel des Vilshofener Anhangs alles klar. Dem TTV war es mit diesem 9:2-Sieg auf eindrucksvolle Art und Weise gelungen, sich für die 6:9-Vorrundenniederlage zu revanchieren.

Die Nummer sechs des TTV: Lucas Stöger

Deutlich umkämpfter sollte die zweite Partie des Tages in der Schweiklberger Turnhalle werden. Der SC Baldham-Vaterstetten, gegen den die Vilsstädter bisher noch nie gewinnen konnten, verlangte den Gastgebern alles ab. Allerdings erwischte der TTV auch dieses Mal den besseren Start, denn gleich alle drei Eröffnungsdoppel konnte die Mannschaft von Kapitän Thomas Wiener für sich entscheiden: Nach dem 3:1-Erfolg von Drozda/Stöger gegen Wechsler/Kramm setzten sich auch Kolar/Ertürk gegen Bründl/Ehresmann in drei Sätzen durch. Ebenso deutlich behielten Wiener/Valka gegen Terjung/Ohnheiser die Oberhand.

Im ersten Einzeldurchgang musste Norbert Wechsler in der Partie gegen TTV-Spitzenmann Radek Drozda verletzungsbedingt aufgeben, so dass die Gastgeber mit 4:0 bereits deutlich in Front lagen. Nach der knappen 2:3-Niederlage von Vlastimil Kolar gegen Michael Bründl stellte Thomas Wiener durch seinen Viersatzsieg gegen Alexander Terjung den alten Abstand postwendend wieder her. Allerdings konnte Jan Valka anschließend seine 2:1-Führung gegen Andreas Ehresmann nicht verwerten und unterlag etwas unglücklich mit 9:11 im Entscheidungssatz. Über die volle Distanz ging es auch zwischen Ibrahim Ertürk und Thorsten Kramm. Vilshofens Nummer fünf konnte sich dank seines sicheren Angriffsspiels im fünften Satz durchsetzen und so auf 6:2 aus Sicht der Gastgeber erhöhen. Dass die Baldhamer allerdings noch lange nicht aufsteckten, zeigte sich in der Partie zwischen Lucas Stöger und Michael Ohnheiser. Trotz komfortabler 2:0-Führung konnte der Vilshofener das Match nicht für sich entscheiden. Beim Stand von 6:3 war die Partie nach der ersten Einzelrunde also noch völlig offen.

In seinem zweiten Einzel des Tages stand Radek Drozda Michael Bründl gegenüber. Nach zwischenzeitlichem Stand von 1:1 musste Baldhams Spitzenmann allerdings verletzungsbedingt aufgeben. Als dann auch Norbert Wechsler aufgrund seiner Verletzung nicht gegen Vlastimil Kolar antreten konnte, rückte der Sieg für den TTV beim Zwischenstand von 8:3 wieder ein Stück näher. Allerdings sollten sich die Gäste aus Oberbayern noch lange nicht geschlagen geben, wie die folgenden Partien zeigen sollten: Thomas Wiener hatten gegen Andreas Ehrenmann keine Chance und unterlag klar mit 0:3. Auch Jan Valka erwischte nicht seinen besten Tag und unterlag gegen Alexander Terjung im fünften Durchgang. Nachdem dann auch Ibrahim Ertürk gegen Michael Ohnheiser nichts zu bestellen hatte, wurde das Vilshofener Publikum beim Stand von 8:6 angesichts der nunmehr wieder völlig offenen Partie nervös. Im letzten Einzel des Tages zwischen Lucas Stöger und Thorsten Kramm konnte der Baldhamer zunächst den ersten Satz für sich entscheiden. Doch Vilshofens Nummer sechs brachte sein druckvolles Angriffsspiel in den folgenden Sätzen besser zur Geltung und konnte folgerichtig mit 3:1 die Oberhand behalten. Der TTV hatte die Partie somit mit 9:6 für sich entschieden.

Der TTV Vilshofen hat mit diesen beiden überzeugenden Siegen seine herausragende Erfolgsserie fortgesetzt und ist mit sechs Siegen aus sechs Spielen weiterhin die mit Abstand beste Mannschaft der Rückrunde. Dementsprechend haben sich die Niederbayern auch in der Tabelle nach vorne gearbeitet: Mit 18:12 Punkten belegt der Aufsteiger derzeit den zweiten Tabellenplatz hinter der DJK SB Rosenheim II (22:6 Punkten), die jedoch ein Spiel weniger absolviert hat. Nachdem der Vorsprung auf den FC Teisbach, der bei einer Partie weniger mit 12:16 Punkten weiterhin den Abstiegsrelegationsplatz belegt, satte sechs Punkte beträgt, dürfte der TTV den direkten Klassenerhalt so gut wie sicher in der Tasche haben. Rein rechnerisch könnte die Wiener-Truppe bei einer Ausbeute von null Punkten in den verbleibenden drei Partien zwar noch auf den Abstiegsrelegationsplatz abrutschen, doch daran dürfte angesichts der überzeugenden Auftritte der letzten Wochen niemand glauben. Bereits am kommenden Samstag haben die Vilsstädter in der Auswärtspartie bei der DJK Landshut II, die bereits als erster Direktabsteiger feststeht, die Chance, auch rein rechnerisch endgültig alles perfekt zu machen und sich im vorderen Tabellendrittel festzusetzen.

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