Herren II siegen dank großartiger Mannschaftsleistung auch gegen Fortuna V

Am Samstag, den 29.09.2012, sollte etwas geschehen, was für so manche Nerven schon nicht mehr gesund war – ein Tischtenniskrimi der Extraklasse. 3 Stunden und 30 Minuten geballte Spannung und hart umkämpfte Spiele sprechen für sich. Am Ende hatte unsere Bezirksliga-Reserve gegen den Aufstiegskonkurrenten TTC Fortuna Passau V dank der besseren Nerven die Nase vorn.

Aufstellung

Aufstellung TTV Vilshofen II: Schlaffer, Praml, Bauer, Vielhuber, Kovarik, Maierhofer
Aufstelung TTC Fortuna Passau V: Saller, Reineke, Zacharias, Naumann, Bendixen, Eder

Den Startschuss in dieses hochklassige Spiel leiteten die Doppel Praml/Vielhuber – Zacharias/Naumann und Schlaffer/Bauer – Saller/Reineke ein. Gleich zu Beginn der beiden Spiele stellte man eines fest: Hier geht was! Beide Doppel des TTV starteten mit einem 11:9 Satzgewinn in ihr Spiel. Die Motivation und das Selbstbewusstsein stiegen an und ließen auch im zweiten Satz keines der beiden gegnerischen Doppel auch nur annähernd herankommen. So einen Start hatte wohl niemand erwartet, aber der TTV Vilshofen legte noch eins drauf. Beide Doppel, Praml/Vielhuber und Schlaffer/Bauer, konnten ihr Spiel ohne Satzverlust und ohne große Probleme gewinnen und ließen der Mannschaft des TTC Fortuna Passau nicht auch nur den Hauch einer Chance. Zitat des Mannschaftsführers: „So kann es weiter gehen!“

Das „Dreier-Doppel“ des TTV wollte es natürlich ihren Vorgängern nachmachen und hatte im ersten Satz Erfolg. Mit 11:9 gewannen Kovarik und Maierhofer den ersten Satz gegen Bendixen/Eder, doch dieses Spiel war nicht von Klarheit bestimmt. Sie verloren den zweiten Satz 12:14 und gewannen nach starker Leistung den dritten Satz 11:2. Trotzdem lief es danach nicht mehr wie geplant. Nach einem 8:11 Satzverlust und einer 10:8-Führung im fünften Satz konnten sie sich nicht durchsetzen und verloren 2:3.

Die Glocken für die erste Einzelrunde läuteten.
Mit den Paarungen Schlaffer/Reineke und Praml/Saller begann man und es lief alles andere als gut. Beide Spieler des TTV Vilshofen verloren ihre ersten beiden Sätze und lagen somit 0:2 hinten. Lediglich Schlaffer schaffte es zwischenzeitlich die Oberhand zu gewinnen und gewann einen Satz. Praml jedoch musste sich mit 0:3 geschlagen geben, da er überhaupt nicht ins Spiel fand. Kurze Zeit später musste sich dann auch Schlaffer mit 1:3 geschlagen geben. Der Gegner mit dem besten vorderen Paarkreuz der 2. Kreisliga war einfach zu stark.

Als nächstes waren Bauer gegen Naumann und Vielhuber gegen Zacharias dran. Der ehemalige Spieler der „Ersten“ Vielhuber spielte gut auf und gewann den ersten Satz, Bauer hingegen verlor zwei Sätze hintereinander und fand einfach nicht ins Spiel. Auch Vielhuber verlor seinen zweiten Satz hauchdünn mit 10:12. Doch es sollte nur ein Ausrutscher von ihm sein und er brachte das spiel ohne Gefährdung mit 11:5 und 11:7 zu Ende. Bauer lag zu Beginn des dritten Satzes erneut zurück, doch konnte sich zurückkämpfen. Er gewann an Selbstbewusstsein und holte sich drei Sätze hintereinander mit 11:9, 11:8 und 11:7. Dies ließ auf Besserung für das nächste Einzel von Bauer hoffen.
Die folgenden Einzel des hinteren Paarkreuzes von Kovarik-Eder und Maierhofer-Bendixen liefen gar nicht nach Plan. Eder konnte sich klar mit 3:0 durchsetzen und Maierhofer hatte Bendixen auch nur wenig entgegenzusetzen. Er gab sein Bestes, verlor jedoch 1:3.

Zwischenstand: 4:5 aus Sicht des TTV Vilshofen.

In der zweiten Einzelrunde musste man im vorderen Paarkreuz nun mindestens ein Spiel gewinnen um nicht zu weit in Rückstand zu geraten. Es folgte das wohl spannednste Spiel des Abends. Schlaffer gegen Saller, zwei der stärksten Angriffsspieler der Liga, lieferten sich einen Kampf, welcher an Spannung nicht mehr zu toppen war. Das Spiel bestand zum Großteil aus schnellen Topspinrallyss und war sehr sehenswert für die Zuschauer. Auch wenn Schlaffer den ersten Satz mit 11:13 verlor, gab er nicht auf und spielte sein wohl bestes Spiel seiner nur drei Jahre langen Karriere. Mit 13:11 und 11:4 sicherte er sich die folgenden zwei Sätze. Im vierten Satz führe er bereits mit 10:9 und 11:10, konnte jedoch nicht zumachen. Saller überraschte mit extrem harten Rückhandtopspins und kämpfte sich in den fünften Satz  hinein. Es lief wieder mal nicht optimal für den TTV. Schlaffer lag zum Seitenwechsel 2:5 hinten und wurde langsam unsicher, doch die Zuschauer standen hinter ihm. Er konnte sich auf 6:7 und 9:9 herankämpfen und beendete den Satz mit seinen zwei Aufschlägen. Das Spiel war wieder offen mit 5:5! Praml, welcher gegen Reineke spielen musste, fand erneut nicht ins Spiel. Die schnellen Topspins auf der Vorhand und spinreichen Topspins auf der Rückhand von Reineke waren für Praml nicht zu bändigen, er verlor 0:3.

Im mittleren Paarkreuz spielte Vielhuber gegen Naumann und Bauer gegen Zacharias. Vielhuber, der an diesem Tag souveränes Tischtennis spielte, gab keinen einzigen Satz ab und ließ dem Gegner keine Chance. Dieser 3:0 Erfolg gab Kraft für das wahrscheinlich bevorstehende Schlussdoppel. Bauer, der wie im ersten Spiel wieder nicht ins Spiel fand, lag gleich mit 0:2 in den Sätzen zurück und nahm sich nach einer 3:0 Führung für Zacharias eine Auszeit. Bauer war danach wie ausgewechselt, er spielte Tischtennis wie man es sehen will. 90% der Topspins kamen und er gab keine unnötigen Punkte ab. Im letzten Satz schoss er Zacharias mit 11:2 ab und gewann somit 3:2.

Nun lag es am hinteren Paarkreuz mindestens einen Punkt zu machen, um das Unentschieden zu sichern. Kovarik hatte einen schlechten Tag erwischt und konnte nichts gegen Bendixen ausrichten. 0:3 war die Folge. Maierhofer jedoch ließ mit zwei starken Sätzen mit 11:5 und 11:4 die Hoffnung aufblühen. Er spielte sehr gutes Tischtennis gegen den jungen Eder und gab zu keiner Zeit auf. Er verlor zwar den zweiten Satz mit 5:11 aber kämpfte sich sofort zurück und sicherte sich den vierten Satz 11:8.

Das Schlussdoppel sollte nun die Entscheidung über Sieg oder Unentschieden fällen. Vielhuber und Praml sind ein starkes Doppel und kennen sich sehr gut. Dies zeigten sie auch nach anfänglichen Schwierigkeiten. Nach einem 7:11 Satzverlust spielten die beiden sehr gutes Tischtennis und brachten zwei Sätze mit 11:8 in Sicherheit. Es fehlte nur noch ein Satz, um den Sieg klar zu machen. Und so geschah es auch. Mit 13:11 brachten sie den verdienten 9:7-Sieg nach Hause und ließen alle aufatmen.

Da dies der wohl stärkste Gegner der Liga war, wurde hiermit schon ein sehr guter Grundbaustein für den erhofften Aufstieg gelegt.

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